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Der Kreisverband Passau stellte das neue Sanitätsfahrzeug für die Einsatzleitung in der Bereitschaft Tittling vor.

BRK Bereitschaft Tittling, 04.02.2020

Nach 15 Jahren hat der Kreisverband Passau ein neues Einsatzleitungsfahrzeug (UG-SanEL) gekauft und es in den Bereitschaften vorgestellt. Am Dienstag Abend waren auch wir eingeladen uns dieses neue Fahrzeug anzusehen und bekamen eine Einführung. Damit auch ihr euch ein Bild davon machen könnt, hier ein paar Infos:

Ein UG-SanEL rückt immer dann aus, wenn viele Verletzte (>10) beteiligt sind und so eine Koordination des Einsatzes von Nöten ist. Beispiel sind Katastrophen oder Massenkarambolagen. Die Vorteile des neuen Wagens sind nicht nur das moderne Equipment, sondern auch der durchdachte Aufbau und die Flexibilität der Bestandteile.

Die 4 Insassen teilen sich im Normalfall wie folgt auf:

  • Der Einsatzleiter (EL) ist Ansprechpartner für den Leitenden Notarzt (LNA) und den Organisatorischen Leiter (OrgL), die ihm mitteilen, welche weiteren Hilfsmittel (Schockräume in Krankenhäusern, weitere Rettungswagen, Feuerwehr, Feldbetten, ...) benötigt werden. Als Besprechungsraum dient der vordere Teil des Fahrzeugs.
  • Der EL gibt die Informationen von LNA und OrgL an einen seiner Einsatzhelfer weiter, der sich im abgeschotteten, hinteren Teil des Fahrzeugs befindet. Hier kann er in aller Ruhe bis zu 3 Funkfrequenzen mithören, den Vorfall dokumentieren und die Hilfsmittel nachfordern.
  • Ein zweiter Einsatzhelfer baut vor dem Wagen die 3 mobilen Tafeln auf, auf denen er alle Änderungen, welche sich ergeben, visualisiert. Mit Magnetkarten wird verdeutlicht, welche weiteren Fahrzeuge geordert wurden oder welchem Einsatzort sie zugeteilt wurden. Der Lageplan gibt eine Übersicht über die Hierarchien, das Wetter, … Jeder Beteiligte kann sich somit sehr schnell einen Überblick verschaffen.
  • Der vierte Einsatzlhelfer unterstützt entweder beim Funk oder nimmt eine andere Aufgabe wahr. Bei einem großen Gebiet lässt er die Drohne steigen und wirft das Bild auf den Monitor, damit man die Lage besser einschätzen kann. Sind viele Verletzte, schappt er sich einen Laptop und nimmt die Daten der Personen auf.

Ziel ist es, die anderen Einsatzkräfte so gut es geht zu entlasten, den Vorfall so gut es geht zu dokumentieren und benötigte Hilfsmittel zu organisieren. Mit diesem Fahrzeug wird das sicherlich noch besser gelingen.

Weitere Informationen

Facebook-Artikel des Herstellers: Compointfahrzeugbau